Mailand, Italien
Profil
Inbal Hoffman (geb. 1973) ist eine Künstlerin, deren Praxis sich frei zwischen den Medien bewegt. Sie schloss ihr Studium mit Auszeichnung am Fachbereich Visuelle Kommunikation der Bezalel Academy of Arts and Design in Jerusalem ab und erwarb anschließend einen MFA in Kunst. In mehr als zwei Jahrzehnten arbeitete sie in den Bereichen Illustration, Design, Mode, Fotografie, Skulptur und Installation — stets auf der Suche nach Begegnungen zwischen traditionellem Handwerk und Industrie, zwischen Organischem und Digitalem, zwischen Linie und Objekt.
Heute lebt sie in Mailand, Italien, wo die Keramik zum Zentrum ihrer Arbeit geworden ist. Aufbauend auf Jahren als Tätowiererin entwickelte sie eine Technik der feinen Linienzeichnung unter der Glasur: Sie passte Tattoo-Transfermaterialien an und verwandelte ein einfaches Slip-Trailing-Werkzeug in einen Applikator, mit dem sie weiche, präzise Linien direkt auf den Ton zeichnet. So überträgt sie ihre Illustratorinnenhand in die dritte Dimension.
Statement
Im Zentrum meiner Arbeit steht die Suche nach den Berührungspunkten zwischen dem Zwei- und dem Dreidimensionalen. Zeichnung und Illustration sind die Werkzeuge, mit denen ich Gedanken in Bilder verwandle und das Bild dann in ein reales Objekt überführe. Ich bewege mich über ein weites Spektrum von Medien — Zeichnung, Skulptur, Installation und nun Keramik — und schaffe Treffpunkte zwischen traditionellen Formen des Machens und Technologie, zwischen organischer und künstlicher Natur. Meine Arbeit ist eine Übung in Sorgfalt und Präzision: das Auferlegen von Ordnung über die Entropie.
Zu den ausgewählten Ausstellungen zählt die Einzelausstellung Mundane Heights im Israel Museum, Jerusalem, sowie Gruppenausstellungen und Projekte in Galerien und Museen international.
Aktuelle Arbeiten werden auf Instagram geteilt.