Death of a Garden Gnome
2015
Der Tod des Gartenzwergs: Diese Arbeit zeigt einen gekappten Baumstamm, auf dem ein anwesend-abwesender Zwerg angedeutet ist. Der tote Zwerg scheint verschluckt und in den Baumstumpf hineingeschmolzen zu sein, und was von ihm bleibt, ist eine Lache aus einer glänzenden und „kultivierten“, porzellanartig glasierten Substanz. Dies stellt die Begegnung zwischen der ungezähmten, wilden Natur einerseits und dem kultivierten, gepflegten und beschnittenen Garten andererseits dar. Die eine ist spontan, wächst und welkt nach den Jahreszeiten und den Kreisläufen der Natur. Der andere wird durch das Handeln des Gärtners gut gepflegt und beherrscht. Der Garten ist die Repräsentation der Kultur. Einerseits ist er ein Ort der Begegnung mit der Natur für den erschöpften Stadtbewohner, der Zuflucht vor dem brennenden Asphalt sucht — ein Winkel der Schönheit in der städtischen Hässlichkeit. Andererseits ist er von künstlichen und europäischen Zeichen der Kultur geprägt, wie einem Springbrunnen, einer Bank, einem Pavillon und Gartenzwergen. Der Zwerg erinnert an die Tradition der künstlichen Dekoration in Gärten. Die Arbeit deutet die Aussichtslosigkeit an und macht das unvermeidliche Scheitern des Versuchs sichtbar, das Natürliche und Wilde in etwas Gezügeltes und Beherrschtes zu verwandeln. Death of a Garden Gnome / Skulptur / 2014 / Baumstumpf, Gips, Polyurethanschaum, Epoxidharz / 0,45 × 0,40 m.
