The obvious crisis of everything
2020
Juli 2020 · MFA, Bezalel Academy of Arts and Design. Eine skulpturale Installation, die das Verhältnis von Zeit und Materie im Kontext von Familie, Mutterschaft und Zuhause untersucht, dem Streben und der Wirklichkeit gegenübergestellt — in einer Welt neoliberaler Ökonomie, in der der Wert eines Menschen an seiner Arbeit in einem Markt von Angebot und Nachfrage gemessen wird. Die Arbeit entstand durch eine Vielzahl repetitiver Handlungen, aus billigen, leicht verfügbaren Haushaltsmaterialien, und wurde zu einem Objekt, das ein Raum winziger Ereignisse ist: ein Objekt aus unzähligen Augenblicken, das viele verschiedene Blickwinkel bietet — eine Arbeit, die ihre Existenz einem beträchtlichen Zeiteinsatz verdankt und die ihrerseits den Betrachter zum Verweilen auffordert. Sie bietet einen Tauschhandel innerhalb der Aufmerksamkeitsökonomie an, geboren aus der Einsicht, dass in einer Konsumgesellschaft die Zeit die einzige Ressource ist, die jenen bleibt, die nichts haben. Die Arbeit spiegelt die Anspannung und Hilflosigkeit wider, die uns während der Lockdowns der Covid-Zeit auferlegt wurden, als das Zuhause zur Hauptbühne für alle Lebensbereiche wurde — voller Bewegung und zugleich völlig gelähmt. Materialien: Likörflaschen, Müllbeutel, IKEA-Vorratsdosen, Hausschuhe, Kleidung, ein Wäscheständer, Bettlaken, Bodentücher, Faden, Holz, Aquarienpumpen, Beleuchtung, Stromkabel, Plastik.




















